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Vorurteile über “Styropor”-Schalungsteine

Wir haben schon viele Vorurteile über “Styropor”-Schalungsteine (egal ob Isorast , ISO-Massivhaus, Styro-Stone, Euromac2 oder wer auch immer) gehört und gelesen.

Hier sind einfach einmal unserer persönlichen Erfahrungen hierzu.

Kritikpunkte sind meist:

- schlechte Befestigungsmöglichkeiten
Können wir nicht bestätigen.
Wir haben für Hängeschränke, dessen Lage wir bereits vorher wussten (unser Küchen und Badschränke) vorher die Innendämmung ausgetrennt (geht ganz leicht) und einen Balken mit Schrauben im Beton verankert und überputzt (Tip: Gewebe dort mit einputzen lassen).
Die Schränke könnten wir so ganz leicht mit Holzschrauben in die Wand schrauben
(Foto kommt noch)

Das Selbe haben wir aber auch mit den Leichtbauwänden gemacht, ist also nichts spezifisches nur für diesen Baustoff …
(Foto kommt noch)

Aber auch ansonsten ist eine Befestigung nichts besonderes, wie an jedem Haus mit Wärmedämmung, kann man auch hier schwere Gegenstände befestigen.

Mit entsprechend lange Dübel wird der Gegenstand einfach mit dem Betonkern verbunden
Eine tolle Erfindung sind Gewindestangen ;-) Diese kann man mit entsprechendem Kleber in der Wand befestigen und so schwere Lasten aufnehmen.

Wir haben diese Möglichkeit für unsere Balkone und die Satanlage genutzt.

Eine Alternative sind spezielle Wärmedammdübel (z.B. von Fischer) die es in jeder erdenklichen Länge gibt.
Für innen tun es auch normale lange Schrauben mit entspechendem Dübel, den man eben nur vorher durch die 6cm schieben muss, was aber auch kein Problem darstellt.

Und hier kommt der Hit:
Für leichtere Dinge, wie z.B. mal ein Bild, Vorhänge, auch ein kleines Regal oder unsere Zwischenwände (ja, auch die) kann man ganz billige Gipskartondübel nehmen.
Die schraubt man einfach mit dem Akkubohrer (durch den Putz) in den Schalungsstein und kann so alles anschrauben was man möchte. Von Isorast gibt es auch “Isorastdübel”, die sind ähnlich, etwas stabiler aber auch teurer.

100 Stk. Gipskartondübel inkl. Setzhilfe kosten unter 10,- EUR (schaut einfach mal bei ebay)
(Foto kommt noch)

Für ganz leichte Dinge (Bild) reicht sicher auch nur ein langer Nagel im Putz ;-)

- Brandgefahr und Gasentstehung
Können wir noch nichts zu sagen, bei uns hat es glücklicherweise noch nicht gebrannt

- “Styropor”- im Innenraum
Also wir haben Putz samt Tapete, Farbe oder Fliesen im Innenraum ;-)
Nun aber mal Spaß beiseite, es ist wirklich so, das man nichts von der Dämmung sieht (ausser vielleicht noch an der Laibung, an denen die Zimmertüren noch fehlen) und auch nichts davon merkt.
Lediglich, wenn man etwas aufhängen möchte, nimmt man eben nicht die Bohrmaschine, sondern den Akkuschrauber und keine Fischer SX-Dübel, sondern die Gipskartondübel.

- schlechte Schalldämmung
Wer auch immer die Idee in die Welt gesetzt hat…

Das Gegenteil ist der Fall, wir haben einen enormen Schallschutz!
Man hört wirklich fast gar nichts, manchmal ist das fast störend, denn wenn sich jemand auf einer anderen Etage befindet, muss man schon recht laut rufen, damit der Andere überhaupt mitbekommt, das man Ihn sucht.
Selbst eine Unterhaltung in einen anderen Raum ist kaum möglich, und dabei haben wir derzeit noch nicht einmal Zimmertüren
Bei geschlossenen Fenstern hören wir auch von außen so gut wie nichts, störende Außengeräusche werden kaum wahrgenommen.

Dank der Belüftungsanlage können wir auch bald jeder Jahreszeit die Fenster geschlossen halten.

- Feuchtigkeit im Beton kann nicht entweichen
Wo auch immer diese Feuchtigkeit hin ist und wie auch immer sie raus kommt (bin kein Physiker) aber sie geht raus! Und das irgendwie sogar schneller als in einem gemauerten Haus.

Wir mussten an einigen Stellen (s.auch oben) die Innendämmung wegnehmen und konnten überall “trockenen” Beton vorfinden.

Auch ansonsten haben wir (verglichen mit unseren Nachbarn) wesentlich weniger Feuchtigkeit im Haus.

- schlechtes Raumklima (kein Wärmespeicher, keine Feuchteaufnahme).
Können wir derzeit auch nichts negatives zu sagen.
Richtig ist bestimmt, das durch die Innendämmung die Wand nicht so viel an Wärme aufnimmt wie z.B. eine Wand aus Mauerwerk, ABER das muss sie ja auch gar nicht!

Wir haben eh immer um die 21° und das bisher ohne Lüftung (die ist leider auch noch nicht fertig).
Die meisten Fenster haben wir nach Süden (bis letzte Woche ohne Verschattung), daher fällt im Sommer nicht so viel Sonne in den Raum (zu steiler Winkel) und es bleibt bisher auch bei 33° Außentemperatur und ohne Verschattung mit 22° noch angenehm kühl.
Im Juni hatten wir jetzt ein paar Tage mit nur 13° Tagsüber und 7° Nachts, aber auch an diesen Tagen hatten wir unsere konstanten 21°.

Seit dem 15.07.2008 führen wir ein Temperatur-Tagebuch, jeden morgen und abend schreiben wir die Innen- und Aussentemperatur auf.
Denn irgendwie fühlt man 21°doch selbst immer anders, während es einem manchmal warm vorkommt (wenn es z.B. draußen kälter ist) kann es einem ein paar Stunden später schon kalt vorkommen (wenn man z.B. müde ist) ist schon seltsam mit dem Empfinden …

Feuchtigkeit kann bei Bedarf von unserem Putz (Gipsputz ca 1,5cm) aufgenommen und auch wieder abgegeben werden.
Wie bei allen Häusern (besonders mit Lüftungen), muss im Winter darauf geachtet werden, das die Luft nicht zu trocken wird. Da wir ein großes Aquarium und viele Pflanzen haben, haben wir diesbezüglich noch nie Probleme gehabt und sehen die auch in unserem Passivhaus nicht.

Lassen wir einfach mal den Winter kommen, in einem Jahr können wir sicher meher dazu sagen.

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Als Vorteile sind oft folgende genannt:

- gute Wärmedammung
Ja, können wir bestätigen, selbst im Winter hatten wir es in unserem Rohbau noch recht angenehm.
Auch Wärmebrücken können mit dem System + guter Planung gut vermieden werden.

- schnelle Rohbauphase (2-3 Tage je Geschoss)
Schnell stimmt, aber 2-3 Tage sind doch etwas übertrieben, eher si mit allem drum und drann (Stützen aufbauen, saubermachen und so) ca. 1-2 Wochen

- kostengünstiger Bau
Naja, wie möchte man das rechnen?
Setzt man die eigene Arbeit mit 0,- EUR an, dann mag das stimmen.
Wir haben denken eher so, unser Haus kostet genausoviel wie ein “normales” Haus, aber dafür haben wir ein höherwertiges Haus und zudem noch ein Passivhaus und “sparen” zukünftig.
Wer einfach nur “günstig” Bauen möchte, der ist mit einem Fertighausanbieter und einem Modell von der Stange ohne Änderungen und ohne Keller sicher deutlich günstiger dabei!