Wir haben den Blower Door Test mit 0,2 bestanden
07.Okt.2008, geschrieben von Nicole
und das mit Bravur!!!
Man höre uns staune, wir haben einen n50 Wert von nur 0,2 1/h, das ist laut dem Bearbeiter der beste Wert den das Architekturbüro Möbius je gemessen hat.
Wir sind wirklich stolz auf uns!
Jetzt wird der ein oder andere sicher fragen, was denn ein Blower-Door-Test ist. das ist recht einfach erklärt:
Bei dem Test wird mit einem Ventilator Luft in das Gebäude gedrückt oder herausgesaugt. Die Stärke des Ventilators wird so eingestellt, dass zur Umgebung eine Druckdifferenz von 50 Pa (Pascal) entsteht. Die Druckdifferenzen entspricht etwa dem Winddruck, bei einer Windstärke von 5 auf der Beaufortskala.
Bei der Messung wird also soviel Luft herausgesaugt, wie durch Leckstellen in das Gebäude eindringt (bei der Unterdruckmessung). Der gemessene Luftstrom wird durch das Volumen des Gebäudes geteilt, so kann man diesen Wert (nennt sich Luftwechselrate n50) mit anderen Gebäuden vergleichen.
Bei uns wurde dieser “Ventilator” in die Tür eingebau, wobei wir mit unserer 1,2m Türe auch schon gleich den Rahmen gesprenkelt haben, zum Glück hatte das Büro auch einen Rahmen für Verwaltungsgebäude, sodass wir den Test durchführen konnten.
-> War uns gar nicht bewusst, das normalerweise nur Türen bis 1m getestet werden,. Solltet Ihr also auch eine breite Türe haben und einen solchen Test machen wollen, so gebt lieber die Türbreite mit an, sonst kann es sein, das die unverrichteter Dinge wieder abreisen.
Und so sah es aus:


Gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) darf z.B. ein Gebäude mit natürlicher Lüftung (Fensterlüftung) einen n50 Wert von 3 1/h nicht überschreiten.
Bei einem Passivhaus sind es sogar nur 0,6 1/h.
Nur was heißt diese Zahl X 1/h überhaupt?
Diese gibt an, wie oft in der Stunde die Luft im Gebäude (bei Windstärke 5), durch ungewollte Fugen, Löcher, Schlitze usw. entweicht und so unkontrolliert ausgetauscht wird.
in einem normalen Haus, wird demnach 3x in der Stunde die komplette Luft ausgetauscht, ohne das man dies kontrollieren kann.
Dadurch geht nicht nur wertvolle Energie verloren, es kommt auch vermehrt zu Bauschäden, da die meist feuchte Luft unkontrolliert ins Bauwerk z.B. Wärmedämmung zieht und so durch den Taupunkt kondensiert.
Im Grunde heißt das also, in unserem Haus wird bei einer Windstärke von 5 Bft nur rund 20% der Luft je Stunde unkontrolliert austauschen.
Um solche Stellen zu suchen, geht der Berater vor Ort während des Testes mit einem Messgerät durchs haus und kann an den kitschen Stellen (oft das Dach) messen, ob dort eine Luftbewegung stattfindet. Größere Löcher kann man sogar mit der Hand fühlen.
bei uns hat er keine Stelle gefunden, nur einmal hat er aus versehen den Messstab durch unsere Folie geschoben, und dort etwas messen können … (haben wir natürlich schon wieder abgedichtet).
Ich glaube einen noch besseren Wert kann man gar fast nicht bekommen, es sei denn die Tester kommen mit einem noch besseren Rahmen an, denn die deren Ecken waren nicht ganz so vertrauenerweckend.
Für alle die noch wissen möchten, was so ein Test kostet, der kann so etwa 400,- EUR ansetzen.
Meist kommen noch die Lecktageortung als Extra hinzu.
Ein Preisvergleich lohnt sich, uns hat der Spaß z.B. knapp unter 300,- EUR gekostet.
Anbieter findet man z.B. unter BlowerDoor.de.
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Am 09.Okt.2008 um 21:08:
ohhhhh, jetzt wollten wir mal sehen wie so ein “Blower” aussieht: Erst lange Nase und dann nichts mit Foto!!!!! :-(((
Am 28.Mai.2009 um 16:41:
Hallo !
Super seite habt Ihr hier gemacht. Wir würden gerne mal mit Euch in Kontakt tretten da wir bei Euch in der nähe wohnen und auch neu bauen möchten.
Wenn Ihr lust habt, schreibt uns doch mal kurz an.
Danke
Gruß
Susi & Marcus